Aikido-Verband Hamburg e.V.

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Landeslehrgang des AVHH mit Karl Köppel 7. Dan Aikido

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Immer wieder eine Überraschung - Landeslehrgang des AVHH mit Karl Köppel (7. Dan):

Wir waren früh in der Halle. In der HTBU trainieren wir normalerweise im Gymnastikraum im Obergeschoss der Sporthalle. Das Untergeschoss ist
vergleichbar mit einer Zwei-Felder-Halle, und die musste mit Matten aus der HTBU, der HNT und des BSV ausgelegt werden. Als ich ankam, war schon eine große Menge Matten ausgelegt und die Arbeiten waren in vollem Gang. Tasche beiseite stellen und mit anpacken. Nachdem geschätzte 370 m² auslagen und die Kamiza eingerichtet war, blieb noch eine gute Stunde bis zum Trainingsbeginn.

Draußen vor der Halle ein paar wärmende Sonnenstrahlen einfangen, während es im Schatten doch eher frisch war, ein paar lockere Gespräche führen, die ankommenden Teilnehmer begrüßen ... In der Halle hatten fleißige Helfer inzwischen Kuchen, Obst und Getränke für die
Pause zwischen den Trainingseinheiten bereitgestellt.

10 Minuten vor dem Training standen alle voller Erwartung bereits neben der Matte, als Karl die Halle betrat und die meisten mit Handschlag begrüßte. Es war zu erkennen, wen er schon länger kannte, wen er wiedererkannte und wen er herzlich kennenlernte. Pünktlich um 15:00 Uhr standen wir auf der Matte. Nach einer kurzen Erwärmungsphase, intensiv genug, damit sich niemand kalt irgendwelche Verletzungen zuziehen kann, Dehnungsübungen aus Ryote-Tori, die schon zu einer Technik führen konnten folgte ein angemessen kurzes Ukemi-Training (Mae-,Ushiro und Yoko-Ukemi in Kombination). Einrollen macht flexibler und Karl konnte so gleich einen Überblick gewinnen, ob alle die Ukemi ausreichende beherrschen.

Es folgten Ausweichkombinationen aus Ushiro-ryote-tori (rechts/links), Yokomen-uchi, Shomen-uchi und Shomen-tsuki in Serie. Dann begann Karl den Technikteil mit der Angriffsart Kata-tori-Yokomen-uchi. Karl zeigte am Kokyo-Nage, dass man Uke einfach nur "stören" muss, damit eine
Technik gelingt. Dieses "Stören" kann durch ein simples Strecken der Hand in Richtung Kopf oder Gesicht bzw. durch ein Atemi geschehen. Am Beispiel des Kokyo-Nage aus Shomen-Uchi kam das sehr schön zur Geltung. Während wir fleißig übten, machte Karl mit seiner freundlichen Art immer wieder auf Fehler aufmerksam, korrigierte und es ging weiter. An Grundtechniken, wie Ude-Osae oder Kote-Mawashi wurde mal wieder deutlich, wie wichtig eine deutliche und präzise Führung für die gelungene Durchführung eine Technik ist.

Nach einer kurzen Pause setzten wir das Training mit dem Jo fort. Bei der ersten Technik mit dem Jo, legte Karl Wert darauf, dass man sich von dem Stab lösen solle. Dies wurde durch das Fallenlassen des Jo in die Hand des Ukes erreicht. So hatte Nage beide Hände frei, war gelöst vom Stab, und konnte sich so ganz der Ausführung der Technik, z.B. dem Irimi-Nage, widmen. Aufgabe des Ukes war es, den Stab rechtzeitig zu greifen. Nage hatte dann leichtes Spiel, Ukes Kopf an seine Schulter zu führen und ihn abzuwerfen. Die Teilnehmer waren anfangs vorsichtig, damit es keine unsanften Landungen auf dem Stab gab.

Natürlich durfte auch der Kote-Mawashi mit dem Stab nicht fehlen. Karl rief dazu auf, den Jo als verlängerten Arm zu betrachten. Alle trainierten ausgiebig und intensiv und versuchten so gut wie nur möglich, das Gezeigte umzusetzen.

Gegen 17.30 neigte sich die Trainingseinheit auch langsam dem Ende zu und der Abend wurde dann bei einem gemeinsamen Abendessen in einem chinesischen Restaurant in der Nähe der Trainingsstätte verbracht. Sonntagmorgen um 10 Uhr standen die Teilnehmer pünktlich auf der Matte. Man konnte durchaus das eine oder andere umnächtigte Gesicht ausmachen. Aber angesichts einer intensiven Trainingseinheit waren alle guter Dinge und freuten sich auf viele gute Anregungen, die man im späteren Training umsetzen könnte. Das Aufwärmen mit dem Stab ging allen gut von der Hand und Karl schloss gleich darauf die erste Partnerübung an. Nach und nach wurden dann aus 2 Einzelsequenzen eine Partnersequenz zusammengesetzt.


Bei der nächsten Technik wurde wieder auf den Stab verzichtet: ein Kote-hineri Tenkan aus einem einfachen Arm um die Schulter legen. Eine durchaus reale Situation, auf die man die Technik anwenden kann! (Man konnte spontan auf das Bild eines vertrauten Pärchens beim  Spazierengehen kommen.)

Darauf folgen dann auch noch einige interessante Verkettungen und Karl verdeutlichte uns das "ergänzende Prinzip". Es ging los mit einem Yokomen-Uchi Angriff, der wie ein Kokyo-Nage abgewehrt wurde, die Führung im Ellbogen wie zum Ude-Osae und sobald Nage nicht aufpasste übernahm Uke mit einem Kote-Hineri und der Rollentausch war perfekt. Leider gingen auch diese 2 Stunden fleißiges Training viel zu schnell vorbei,
man hätte noch Stunden weitermachen können! Wie immer auf Lehrgängen mit vielen Teilnehmern hat man Gelegenheit, mit vielen guten Partnern zu üben und so neben dem Vorgezeigten den einen oder anderen Hinweis zur Verbesserung der eigenen Ausführung einer Technik zu erhalten.

Wer Karl schon von anderen Lehrgängen kennt, ist wieder einmal nicht enttäuscht worden, wer ihn zum ersten Mal erlebt hat, war sicher begeistert von der Stimmung und der Vielfalt mit der man, nicht sklavisch an der Prüfungstabelle klebend, flexibel mit den Grundtechniken umgehen kann.

Danke Karl!

Bei der Verabschiedung bekamen wir von Alfred Haase, unserem 1. Vorsitzenden des AVHH, offiziell mitgeteilt, was der aufmerksame Teilnehmer schon am Mattenrand bemerken konnte. Bei der letzten TK-Sitzung des DAB wurde unserem Meister Eckhard Classen der 6. Dan verliehen.

Dafür noch einmal einen "Herzlichen Glückwunsch!"

C.Sivetidis, Bramfelder SV

 

 

Landes- / Zentraltraining

Landestraining:

Wann: 18.02.2012 von 12:30 bis 14:30 Uhr
Wo: Halle der HTBU, Klinikweg 10
Thema: Nage- und Katame-waza bis 2. Kyu
Trainer: Andreas Kalbitz (2. Dan)

Aikidoka von 5. Kyu bis 3. Kyu ohne Verbandsbeschränkung

 


 

Zentraltraining:

Wann: 18.02.2012 von 15:00 bis 17:30 Uhr
Wo: Halle der HTBU, Klinikweg 10
Thema: Nage- und Katame-waza bis 2. Kyu
Trainer: Werner Lättig (3. Dan)

Bitte informiert die Mitglieder ab 2. Kyu in Euren Vereinen.
Aikidoka ab 2. Kyu ohne Verbandsbeschränkung