Wie alles anfing...
Markus Hansen begann mit Tanto schnitzen und verunstaltet sein heimisches Wohnzimmer. Das Tanto war fertig und Markus war auf den Geschmack gekommen, er wollte mehr. Er machte sich daran einen Bokuto zu schnitzen.Die Suche nach Holz, Werkzeug und Konservierung war nicht einfach.
Hier dazu mehr: https://tepin.aiki.de/blog/archives/432-Holz-Tanto.html
Das Holz ist dann Hainbuche geworden und Markus hatte mit der passenden Holzsuche so manchen Tischler und Holzlieferanten belustigt.Die Maserung sollte nicht quer, sonder liegend sein.
Das Werkzeug durchlief eine ganz besondere Prüfung, nach und nach besorgte sich Markus eine umfangreiche Auswahl an Hobeln und Messern.Nach dem ich die Sammlung sah, bin ich überzeugt das Markus ein Sammler ist.
Die Konservierung wurde immer wieder neu überarbeitet. Das Öl enthält diverse Ingredienzien. Orangenschalen-Öl, Zitrus-Öl, Lein-Öl, Tungöl und ,auf meine Beschwerde hin, wenig Terpentinöl.
Der Rest der Inhaltsstoffe ist mir entfallen.
Genaueres gibt es hier:
https://tepin.aiki.de/blog/archives/416-Pflege-OEl-fuer-Jo,-Bokken-und-anderes-Aikido-Gehoelz.html
Und hier: https://tepin.aiki.de/blog/archives/446-Bokuto-Bokken-selbst-schneiden.html
Am 1 Mai war unser gemeinsamer Kinder- und Jugendlehrgang. Markus brachte seine neusten Kunstwerke mit. Den Bokuto den ich in den Händen hielt überraschte mich. Zuerst stieg mir der leichte Orangeduft in die Nase, dann der lästige Terpentinöl Geruch und der blieb nachhaltig an mir hängen. Die Gewichtsverteilung des Bokuto fand ich besonders bemerkenswert. Markus hat mehr Gewicht nach hinten in den Griff gelegt und der Bokuto lag wunderbar in der Hand. Tina die seit einiger Zeit auf der Suche nach einen kleinen leichten Bokuto ist, brannte gleich für selber schnitzen. In dem Blog von Markus trieb das ganze dann neue Blüten. Bis der Vorschlag kam, mach doch mal einen Workshop, oder so. Markus ließ sich von uns erweichen und organisierte, nach dem es klar war das es einen Workshop geben soll, Unmengen Material Deutschlandweit zusammen.
Mehr dazu hier: https://tepin.aiki.de/blog/archives/447-Bokuto-Workshop-Kiel-2010.html
Am 14.8.10 trafen wir uns alle im Garten von Familie Hansen. Die Bande setzte sich aus 13 Teilnehmern zusammen, ein Teil aus dem Süden Deutschlands, anderen aus dem Osten Deutschlands und der Rest aus der Norddeutschen Tiefebene. Im Verlauf der Vorbereitungen hat Markus eine Maillinglist eingerichtet, dies erleichterte uns die Kommunikation untereinander. Wir beschnüffelten uns schon mal per Mail, was Zuhause auf dem Sofa sehr unterhaltsam war. Sonnabend um 14.00 Uhr war Anreise, die von weit weit her kamen schlugen schon am Freitag auf. Nach dem Markus seinen Weg des Bokuto schnitzens darlegte, wollten wir dann endlich loslegen.
Die ersten Hobelzüge und 2 Stunden später zeigten sich nur wenig Späne, wir wurden langsam ungeduldig. Doch nach weiteren Stunden rumhobeln lag zu unseren Füßen ein Bodenbelag aus Holzspänen.Es sah aus wie ein Hasenstall. Die Späne dienten als Grillbefeuerung.

Die Handarbeit zeigte ihre Spuren. Nach einiger Zeit bemerkte ich Blasenansätze an meinen IT Händen. Also Pause machen, der Grill wurde angefackelt und wir alle haben uns satt gegessen. Tina und ich fuhren Heim zum Schlafen und die anderen hobelten und hobelten und hobelten bis spät in die Nacht. Am nächsten Morgen trafen wir uns am Falkensteiner Strand zum Bokuto Training. Es war etwas ungewohnt, da wir auf der Matte unsere Füße am Boden haften lassen. Am Strand buddelten wir uns alle Furchen, nicht ganz Knietief-aber fast.
Die kleine Minderheit drohte im Sand zu versinken. Mit den Füßen die Furchen zu buddeln, fest planieren und weiter machen. Füße anheben hilft etwas dabei nicht ganz im Sand zu versinken. Es hat auf jeden Fall ganz viel Spaß gemacht und ich fand es eine angenehme Abwechslung zum Hallen Training. Danach zurück in den Hansen Garten und weiter hobeln. Wir hatten nach dem Luftschnibbeln Hunger, der Grill wurde noch mal angefackelt und wir machten uns über die Reste her. Ich musste neidvoll anerkennen, dass die Nachtarbeit so manch schönes Bokuto hervor brachte.

Abschließend kann man sagen, dass Markus Heimarbeit mit Holz in Sachen Bokuto auf fruchtbaren Boden gefallen ist.
Besonderer Dank geht an dem Markus sin Fru, sie het ehr Heem un Hof de Lüd mit to'r Verfögung stellt. De lüden Hansens waren Kackfidel de Gäst wach to Killern.
Hier gibt es noch mehr zu lesen:
http://www.aikido-kiel.de/archiv/54-Bokuto-Workshop-bei-Markus-Hansen-am-14.15.-August-2010.html
http://lightmasters-life.blogspot.com/2010/08/bokuto-workshop-kiel-mit-markus-hansen.html
http://rosa-hakama.blogspot.com/2010/08/bokuto-workshop-2010-in-kiel-mit-markus.html
Der kleine Hinweis: Musashi dengelte sich aus einem Ruderpaddel in 2 Stunden ein Bokuto die Geschichte sorgte für reichlich Belustigung, auch zu später Stunde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Miyamoto_Musashi
Ach ja, mein Bokuto ist nicht fertig geworden. Ich werde auf den Heimischen Balkon weiter hobeln…hobeln…hobeln. Das Ergebnis werde ich dann mal irgendwann präsentieren.

Bis zum nächsten Lehrgang,
Agnes Schröder HTBU





