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Am 30.05. trafen sich knapp 2 Dutzend Aikidoka aus Hamburg und Umgebung auf der Trainingsfläche des WSV. In einer freundlichen, zugewandten Atmosphäre, die sofort Vertrauen schuf, wollten sie intensiver in das Thema Buki Waza eintauchen. Zu Beginn erklärte unser Trainer Thomas, dass Waffentraining sinnvoll ist, um Grundlagen wie Distanzgefühl, Timing und Körperspannung zu verfeinern. Dadurch lassen sich auch waffenlose Anwendungen im Taijutsu sicherer und fließender umsetzen.
Das Waffentraining wurde gut strukturiert und praxisnah vermittelt. Die Übungen waren variantenreich: Sämtliche Holzwaffen kamen zum Einsatz, um unterschiedliche Reaktionsmuster kennenzulernen. Die Einheiten waren klar gegliedert, sodass sich die Teilnehmenden schnell zurechtfinden konnten. Ein großer Wert lag darauf, dass die Techniken leicht nachvollziehbar bleiben; komplizierte Abläufe wurden in gut verständliche Schritte zerlegt und mehrfach geübt, um stabile Automatismen zu entwickeln.
Ein zentrales Thema des Lehrgangs war die Verbindung von Taijutsu und Buki Waza. Thomas demonstrierte, wie sich Angriffe mithilfe von Atem, Haltung und Bewegung konsequent umlenken lassen und damit der Einsatz der Waffe neutralisiert wird. Die Balance zwischen Übung mit der Waffe und dem Transfer in die waffenlose Form wurde bewusst gehalten, sodass wir Teilnehmer die Prinzipien auf beide Bereiche übertragen konnten.
Die Atmosphäre blieb durchgehend freundlich und zugewandt. Konstruktives Feedback, gegenseitige Unterstützung und Respekt prägten das Training. Dadurch entstand eine motivierende Lernumgebung, in der sich jeder sicher fühlte, neue Erlerntes auszuprobieren. Der anspruchsvolle Trainingstag rundete sich dann mit dem gemeinsamen Abendessen.
Fazit: Der Lehrgang zeigte, dass Waffentraining sinnvoll ist, um Technik, Timing und Sicherheit zu verbessern, ohne dass der Fokus auf das waffenlose Aikido verloren geht. Die Übungen waren variantenreich, nicht kompliziert, sondern leicht nachvollziehbar, und die freundliche Atmosphäre unterstützte eine effektive Lernkurve. Ein gelungenes Training, das die Prinzipien von Aikido klar herausstellte: Harmonie, Präzision und eine ruhige, zielorientierte Bewegung.
Vielen Dank an unseren Lehrer Thomas Walter und natürlich auch an die Aikidoka des WSV, die dafür gesorgt haben, dass Matten lagen, Blumenschmuck vorhanden war und niemand beim Training verdurstet oder verhungert ist.
Joachim Eiselen
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Sportmedizinische Vortragsreihe praxisnah - Häufige sportrelevante Ursachen für Rückenschmerzen und Möglichkeiten von Prävention bis Therapie
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Guten Tag,
wir haben wieder eine kleine Bitte: Könnten Sie bitte die Ausschreibung zur Vortragsreihe zu sportmedizinischen Themen in Ihren Medien veröffentlichen? Beim nächsten Thema (Praxisnah - Häufige sportrelevante Ursachen für Rückenschmerzen und Möglichkeiten von Prävention bis Therapie) wird Dr. med Karsten Wiechert, Facharzt für Orthopädie im Rückenzentrum Am Michel, referieren. Es ist sicherlich auch dieses Mal wieder für viele Trainer*innen ein interessantes Thema. Hier ist einmal der Link zur Ausschreibung, wo alle wichtigen Infos drin stehen https://bildungsportal-sport.hamburg/seminar/28944 . Ansonsten hat der HSB auf den socials eine Ankündigung gepostet, die gerne geteilt werden kann. Bei Fragen melden Sie sich gerne bei mir. Vielen Dank und herzliche Grüße, Heike Thal Sachbearbeiterin Sportentwicklung Hamburger Sportbund e.V. Schäferkampsallee 1, 20357 Hamburg Tel. 040/41908-278 Fax. 040/41908-230 www.hamburger-sportbund.de www.hausdessports.de |
In stillem Gedenken an Eckhard Claaßen
6. Dan Aikido | 1938 – 2026
Mit tiefer Betroffenheit haben wir die Nachricht erhalten, dass Eckhard Claaßen im Alter von
88 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert die Aikido-Gemeinschaft nicht nur einen Pionier und
Meister, sondern vor allem eine „treue Seele“, die über Jahrzehnte hinweg das Fundament
unseres Aikidos in Hamburg und darüber hinaus geprägt hat.
Ein Leben im Zeichen des Budo
Eckhards Weg auf der Matte begann bereits 1965 in der Budo-Schule Nippon. Seine
Verbundenheit zur Hamburger Turngesellschaft Barmbeck-Uhlenhorst (HTBU) festigte sich im
Jahr 1973, als er bereits als Grüngurt die Verantwortung für das Training übernahm. Nach der
Erlangung seines 1. Dan im Jahr 1975 entwickelte er sich zu einer tragenden Säule des
Verbandswesens. Sein Engagement reichte weit über die Grenzen Hamburgs hinaus:
- Technisches Wirken: Ab 1984 war er Mitglied der
Technischen Kommission des DAB. - Verantwortung: Von 1986 bis 2001 war er verantwortlich
als DAB-Bundesreferent für Prüfungswesen. - Aufbauarbeit: Nach der Wende leistete er zusammen
mit Roger Zieger Pionierarbeit beim Aufbau des DAB-Aikido
in den neuen Bundesländern. - Hamburger Wurzeln: Als Mitbegründer und langjähriges
Vorstandsmitglied des AVHH leitete er über Jahre das
Zentraltraining und erreichte schließlich die Graduierung zum 6. Dan.
Lehrer mit Herz und Klarheit
Eckhard wurde von seinen Schülern als ein Mensch mit „rauer Schale und weichem Kern“
geschätzt. Sein Aikido war wie sein Wesen: klar, ehrlich und schnörkellos. Er war ein strenger
Lehrer, der jedoch stets ein offenes Ohr für die Lebensfragen seiner Schüler hatte und ihnen ein
treuer Begleiter war. Unvergessen bleibt seine Beständigkeit und sein Humor – bis heute wirkt
sein Einfluss in den Grundtechniken in der HTBU fort.
Der Abschied eines Meisters
Trotz gesundheitlicher Rückschläge nach einem Schlaganfall im Jahr 2013 blieb er seinem Weg
treu, auch wenn er die Leitung des Trainings zunehmend in die Hände von Agnes Schröder und
Werner Lättig übergab.
Seinen letzten Besuch in der HTBU-Halle hatte Eckhard im Jahr 2022. Er verabschiedete sich
persönlich von seinen Schülern und übergab symbolisch seine Aikido-Waffen an seine
Nachfolgerin Agnes Schröder. Es war der Abschluss eines langen Weges, den er mit
Aufrichtigkeit und Hingabe beschritten hatte.
Wir verneigen uns vor einem großen Aikidoka und einem wunderbaren Menschen.
Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten.
In Dankbarkeit, Deine Schüler und Weggefährten der HTBU
Der Bundeslehrgang Aikido am 26. und 27.04. war ein eindrucksvolles Event, bei dem der Bundestrainer Hubert Luhmann das Programm für den 2. und 3. Dan präsentiert hat. Insgesamt nahmen knapp 60 Aikidoka daran teil, darunter auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bayern und Baden-Württemberg, was die überregionale Vielfalt noch unterstrich. Der Lehrgang war eine Erfahrung, die durch eine harmonische Mischung aus Freundlichkeit, Entspannung und hoher Konzentration geprägt war. Die Atmosphäre im Dojo war von einem angenehmen Miteinander und gegenseitigem Respekt getragen, was allen Praktizierenden Raum gab, sich wohlzufühlen und voll auf die Techniken einzulassen.
Die Matte war sehr gut gefüllt, was die große Begeisterung und das Interesse an diesem Lehrgang widerspiegelte. Die Technik, die vom Bundestrainer vermittelt wurde, zeichnete sich durch ihre Schnörkellosigkeit und Effizienz aus. Jede Übung überzeugte durch ihre Klarheit und Effektivität, was den hohen Anspruch an Qualität und Präzision verdeutlichte.
In manchen Einheiten wurden die Teilnehmerinnen in zwei Gruppen aufgeteilt, was den Trainierenden die Möglichkeit bot, noch mehr Details zu sehen und sich individuell auf die eigene Technik zu konzentrieren. Diese Struktur förderte den intensiven Austausch und die Weiterbildung auf hohem Niveau. Trotz der entspannten Grundstimmung herrschte während des Lehrgangs eine spürbare Hochkonzentration, die den Fokus auf die Präzision und die Feinheiten der Bewegungen lenkte. Besonders erfreulich war, dass der Trainer gegen Ende des Lehrgangs die Möglichkeit nutzte, seine „Schatzkiste“ an Techniken des Umgangs mit dem Bokken ein wenig zu öffnen. Diese Einheit bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit neben den thematisch obligaten Waffen Jo und Tanto, die Verbindung zwischen den Aikido-Techniken und den traditionellen Waffen zu vertiefen und das Verständnis für die Harmonie zwischen Körperbewegung und Waffengefühl zu stärken.
Abgerundet wurde der Lehrgang am Samstagabend durch ein gemeinsames Essen, bei dem Teilnehmerinnen und Teilnehmer in entspannter Atmosphäre Gespräche führen konnten. Dieses gesellige Beisammensein förderte den Austausch von Erfahrungen, Techniken und persönlichen Eindrücken und trug dazu bei, den Zusammenhalt innerhalb der Aikido-Gemeinschaft weiter zu stärken.
Ein weiterer Pluspunkt war das großartige Unterstützungsteam aus der Aikido Gruppe des Walddörfer Sportvereins, das den Lehrgang durch Organisation, Betreuung und Motivation bereicherte. Gemeinsam wurde eine anregende Lernumgebung geschaffen, in der der Spaß am Training stets im Vordergrund stand. Hier macht sich die Erfahrung deutlich merkbar, die diese Gruppe in der Ausrichtung von Bundes-, Landes-, Vereins- und Prüfungslehrgängen gesammelt hat. Daher noch einmal ein herzliches Dankeschön!
Insgesamt war der Bundeslehrgang eine gelungene Veranstaltung, die nicht nur die technischen Fähigkeiten förderte, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl und die Freude am Aikido in den Mittelpunkt stellte. Er stellte eine hervorragende Gelegenheit dar, die fortgeschrittenen Techniken des Aikido zu vertiefen, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und neue Impulse für das eigene Training zu gewinnen.
Leve Gröte un bet anner Mol in Hamborg!
Joachim Eiselen, WSV Hamburg