Anfang September lud die Aikido-Sparte vom BKSV Goliath zum ersten eigenen Vereinslehrgang nach Wiedereröffnung der Aikido-Sparte und mir als recht frischem Mitglied wurde die Ehre zuteil, einen kleinen Rückblick zu schreiben.

Der Lehrgang fand am Samstag, den 02. September unter dem Motto „Führen durch die Mitte“ statt. Geladen waren Aikidoka (so nennt man diejenigen, die Aikido betreiben) aller Verbände ab dem gelben Gürtel.

Doch halt! Was ist dieses Aikido denn jetzt eigentlich? Aikido ist vereinfacht ausgedrückt eine Kampfkunst, bei der man die Energie des Gegners aufnimmt und dahin leitet, wo sie keinen Schaden anrichtet. Also wie Judo? Nicht ganz. Der Judoka packt – bildlich gesprochen – den heranstürmenden Stier bei den Hörnern und wirft ihn schwungvoll zu Boden, während der Aikidoka einen eleganten Schritt zur Seite macht und den Stier so ins Leere laufen lässt.

Zurück zum Lehrgangsbericht. Nach dem traditionellen Angrüßen folgte das Aufwärmen. Bereits hier kamen Übungen zum Einsatz, die die Körpermitte lockern und das eigene Körpergefühl schulen. Zum Beispiel mit verschlossenen Augen durcheinander laufen, während man durch Tippen auf die Schulter gelenkt und am Kollidieren gehindert wird.

Dann begann auch schon das eigentliche Training, geleitet von Jochen R. (4. Dan):

Ein Lehrgang im Zeichen des Schwertes mit Pierre Congard, 6. Dan Aikido FDAV

Bereits im Februar des letzten Jahres war Pierre bei uns zu Gast, um uns in der Kunst des ungezogenen Schwertes - Saya no uchi - zu unterrichten. Wegen der positiven Resonanz vieler Teilnehmer, war klar, dass Pierre ein weiteres Mal uns in Hamburg besuchen muss. Sein umfassendes Wissen über Aikiken ist eine wahre Bereicherung. Denn in der Regel nutzen wir das Schwert im DAB erst zum 4. Dan und dann auch nur, um etwa 10 Aikidotechniken gegen Schwertangriffe zu können. Geübt wird dann meist auf friesische Art. Man kann schon heute sehen, welches Schwert morgen zuschlagen wird. Zeitlupen-Aikido kann jeder. Realen Umständen kann nur mit Schnelligkeit begegnet werden. Ich höre Pierre jetzt noch rufen: "Schneller, du muss schneller sein!". Erstmal gemütlich Schultechniken zu üben ist richtig, das Niveau sollte dann aber rasch angehoben werden, um schnelle, präzise Kampftechniken zu beherrschen. Erst auf hohem Niveau, wenn man die Grobmotorik überwunden hat,  geht der Spaß ja so richtig los.

Training 5aEin Artikel von Werner C.

Die Ähnlichkeiten vieler Bewegungen beim Aikido und Karate , hier besonders dem Wado-Ryu Karate, sind zum Teil sehr groß.

Der Begründer des Wado-Ryu Karate, Hironori Otsuka war Schüler von Gichin Funakoshi und kombinierte die Karate Techniken mit den Techniken des Shindo Yoshinryu Jiu Jitsu. Ihm wurde im Jahre 1972 als bisher einzigen Karateka von der IMAF-Kokusai Budoin der Titel Meijin verliehen.

Die beiden Lehrer, Hojo PTraining 4aersoon, 3. Dan Wado-Ryu Karate und Werner Conradi, 4. Dan Aikido, versuchten die Gemeinsamkeiten der Bewegungen für die einzelnen Techniken im Karate und Aikido herauszuarbeiten.

In der 1. Hälfte wurden ausschließlich Handformen geübt. Den Teilnehmern wurde die großen Ähnlichkeiten z.B an den Ausführungen des Irimi-Nage und des Kokyu-Nage gezeigt.

Ein Lehrgang mit Hajo Persoon, 3. Dan Wado-Ryu Karate - Werner Conradi, 4. Dan Aikido - Artikel von Christian R.

Training 3aWer nur im eigenen Seich bleibt, fängt irgendwann an zu düfteln. Man sollte also auch mal beim Nachbarn reinschauen und sich etwas Frischwasser holen. Unter dem Begriff Budo sind die meisten japanischen Kampfkünste zusammengefasst. Man kann von einer Familie sprechen, da die Kampfkünste mehr oder weniger miteinander verwandt sind. Werner und Hajo von der HNT wollten uns bei einem Lehrgang zeigen, wie die Verwandtschaft zwischen Karate und Aikido ist. Speziell dem Wado Ryu Karate, das Anteile vom Okinawa Karate und dem japanischen Ju Jutsu hat.

Werner C. Die vier 4. Dane im AVHH gestalten am Alfred H.3.Dezember 2016 gemeinsam einen Landeslehrgang. An einem Tag Unterricht von verschiedenen Trainern und dann jeweils nur eine Stunde bei jedem? Das kann ja ein ganz schönes Kuddelmuddel werden! Stimmt – und stimmt eben doch nicht.

Natürlich ist eine Stunde pro Meister zu kurz, aber 4 Stunden Training an einem Tag sind auch für engagierte Aikidoka ordentlich. Es Werner L.Joachim E.sind 4 Stunden Aikido, die, von unterschiedlichen Trainerpersönlichkeiten gelehrt, eines deutlich zeigen: Hamburg als kleiner Landesverband ist mit vielen guten Meistern ausgestattet, die die Vielfalt des Aikido in seiner Einheit sehr gut repräsentieren.

Wie oft fahren Aikidoka viele Kilometer, um Lehrgänge zu besuchen. Bisweilen scheint alles besser als das, was man vor der Tür hat, frei nach dem Motto: Woanders schmeckt es immer besser.

Dieser Lehrgang hat Appetit darauf gemacht, sich gegenseitig häufiger zu besuchen und miteinander zu lernen. Denn „Hausmannskost“ ist nicht nur die wichtige Basis, sondern auch durchaus abwechslungsreich und raffiniert.

     
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